Arez ist ein Prototyp eines fiktionalen Produkts, mit dem junge Boxer zum Training motiviert werden. Außerdem lernen sie die wichtigsten Schritte, Haltungen und Positionen kennen. Das Produkt umfasst eine App für das Smartphone, Schritt-Tracker in Form von Kegeln und Box-Bandagen, die als Datenhandschuh fungieren.

Arez wurde mit meinem Partner in Kooperation mit Studenten der Queensland University of Technology im 3. Semester entwickelt. Letztere waren für das Produktdesign verantwortlich, wobei wir unsere eigenen Ideen bei der Anwendung dieses Produktes implementiert haben.
Wie eingangs erwähnt sollten mit Arez möglichst junge Menschen, bis etwa 30 Jahre, angesprochen werden. Damit wir eine grobe Richtung einschlagen konnten, haben wir einige Personas erstellt.
Mit Personas lassen sich bestimmte Zielgruppen charakterisieren. Das macht es einen leichter, sich in bestimmte Gruppen hineinzuversetzen. Finn Fitness erfüllt beispielsweise den Stereotypen des erfolgreichen Unternehmers. Besonders frustriert ist er, wenn er nicht seine Ziele erreicht. Das zeigte uns bei der App, dass wir eine gewisse Balance zwischen Belohnungen und der Herausforderung finden mussten.
Storyboards können für unterschiedliche Aufgaben verwendet werden. In den meisten Fällen sehen sie aus wie ein Comic. Wir haben unser Storyboard hauptsächlich als Grundlage für unseren kurzen Film verwendet.

Allerdings hat es uns auch dabei geholfen, die grundlegenden Funktionen des Produktes zu definieren. Anfangs haben wir jede Szene nachgespielt, um zu überprüfen, ob es bei der Anwendung zu vorher nicht erkannten Logikfehlern kam. Später haben wir die selben Tests auch mit unaufgeklärten Testpersonen durchgeführt.

Die Grundidee der App war, dass der Trainierende zwischen verschiedenen Spielemodis und Musikstücken auswählen konnte. Während des Trainings sollte man zur Musik boxen. Aufs Handy sollte man allerdings nicht mehr schauen müssen. Durch Gesten, welche dank des Handschuhs erkannt werden, sollte der Trainierende das Spiel beispielsweise pausieren oder beenden können. 

Jedes Spiel repräsentiert innerhalb der App ein Kärtchen, welches man nach außen wegswipen kann, um die Anzeige zu beenden. Dadurch gelangt man zum Hauptscreen. Wie auch beim Storyboard haben wir viel getestet. Die Benutzung der App sollte so intuitiv wie möglich werden. Das Gute am Papier-Prototypen ist, dass man viel herum schneiden und verändern kann, ohne dass es weiter schlimm ist.
Das viele Testen hatte auch seine Schattenseiten. Da wir unerwartet früher fertig werden mussten, blieb uns bei der Gestaltung nur noch wenig Zeit übrig. Es ist ein ziemlich frustrierendes Gefühl, wenn man seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird. Ich denke allerdings, dass ich aus dieser Zeit am meisten gelernt habe. Damit meine ich nicht die Fähigkeit bei Stresssituationen besser umzugehen, sondern schon von Beginn an sich ein enges Zeitfenster zu setzen. 

Das Wireframe erstellten wir in Adobe XD und Adobe Illustrator. Auch hier gab es kleinere Probleme, denn das Zurechtfinden in der Datei meines Partners, verlief etwas unglücklich. Wie auch immer - getestet haben wir dennoch.
Moodboards sind Collagen aus Wörtern, Fotos oder Bildern. Moodboards sollen bestimmte Stimmungen visualisieren. Sie sind die Grundlage des späteren Screendesigns, da sie viel über die Atmosphäre aussagen. Wir haben eine Vielzahl an Moodboards erstellt. Oben zu sehen ist unsere Fotocollage. Die Bilder stammen von einer Stockseite und wurden zur freien Verwendung markiert.  

Die Katze, der Jet und die Rakete symbolisieren die Kraft unserer App. Da wir die App etwas metallisch aussehen lassen wollten, sieht man hier zum Beispiel den Motor oder den alten Bahnhof. Dieser Metall-Look wurde jedoch im Laufe des Prozesses deutlich reduziert. Natürlich macht es Sinn noch mehr Fotos zu verwenden. Jedoch hatten wir beide schon eine ähnliche Vorstellung von der endgültigen App, weshalb wir nun Farbe in unser Wireframe brachten.

Um etwas Spannung aufzubauen, haben wir uns für ein Kalt-Warm-Kontrast entschieden. Wir wussten, dass Farbverläufe momentan nicht im Trend sind, jedoch wollten wir dass die App ein bisschen mehr wie ein Spiel aussieht. Leider sind wir nicht mehr dazu gekommen spannende Feuer/Lichteffekte einzubauen, die auch geplant waren. 

Zum Schluss haben wir noch ein Video gedreht, um die Funktionalität dieses Projektes zu beschreiben:
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